Wohin gehen unsere Tiere, wenn sie sterben?

Mein geliebter Nobody starb vor 20 Jahren mit 29 Jahren. Vergessen werde ich ihn nie

 

Ein Tag und eine Nacht sind vergangen, seit mein altes Zickchen Rosalinde eingeschläfert wurde. Wieder einmal bin ich sehr sehr traurig, wie damals als ich meinen Pferde-Freund Nobody gehen lassen musste. Das tut einfach verdammt weh, was jeder bestätigen kann, der das kennt.

Mich tröstet immer ein wenig das Schreiben über meine Tiere und dass sie dann doch ein langes und gutes Leben hatte.

Aber mir stellt sich jedes Mal wieder die Frage: Wo ist es jetzt? Wo ist Nobodys sanftes Wiehern,   sein Vertrauen? Wo ist Zickchens Meckern, ihre Zuneigung zu mir, ihr kesses, eigensinniges Wesen?

Das Meckern höre ich noch und immer wieder kommen wir immer  die Tränen.

Unser Abschied vorgestern ist noch ganz frisch und schmerzhaft

Abschied nehmen tut weh und ich finde, je älter man wird, umso mehr. Es liegt wohl daran, dass einem die Vergänglichkeit bewusster wird.

Ein Tier, das viele Jahre mit einem gelebt hat, egal ob Wellensittich, Katze, Hund, Pferd oder Ziege, loszulassen und die Entscheidung über Leben oder Tod zu fällen, ist schwer. Schwerer oft als der Moment, wenn die Spritze des Tierarztes unser Tier "erlöst".  Meine 14 Jahre Rosi konnte zum Schluss nicht aufstehen, und eine "Liege-Ziege" wäre sie sicher nicht gern in ihrem Rentner-Dasein geworden. Doch die Hoffnung stirbt zuletzt und man glaubt immer noch an eine plötzliche Wunderheilung. Davon gibts aber nicht so viele. Leider.

Und dann kann und darf man so ein großes, schweres  Tier wie eine Ziege ja auch nicht beerdigen; es folgt das schreckliche Ende mit dem Abtransport durch die Tierverwertung. Gut, kein Thema heute, wie haben es ja auch hinter uns. Es ist ja auch nur der leblose Körper, der " entsorgt" wird. Was aber ist mit der Seele? Haben Tiere überhaupt eine Seele ?

Meine ja!

 

 

Wo bleibt mein Zickchen? in mir ist es in diesen Tagen so grau wie dieser Pfad, Auf den sie immer zum Früstücken kam

 

Kein Meckern, keine Rosi, die nach dem Schlafen im Stall auf der Weide zum Haus angewackelt kommt und ihr Frühstück haben will. Manchmal habe ich es ihr gebracht, frisches Wasser und Heu und grüne Himbeerblätter. Und natürlich "Schafkraft" mit Mineralien und Rosinen und dem Mittel gegen Arthrose.

 

Es ist auch die Gewohnheit, die nicht mehr stattfindet und eine Lücke hinterlässt.

Ich tröste mich und meine, jetzt muss mein Zickchen wenigstens im kommenden Winter nicht mehr frieren und ihre Arthrose wäre auch nicht besser geworden.

Doch wo ist sie jetzt.....meine Ziege?

 

 

 

In unserem Herzen leben sie weiter, unsere Tiere

 

In unserem Herzen leben unsere Tiere weiter, davon bin ich  überzeugt. Das hat mir Zickchens Tod mal wieder vermittelt. Und diese Liebe ist ein Schatz, der uns bei aller Traurigkeit glücklich und stark macht, und den wir weitergeben, an all die Tiere, die sich uns wieder aussuchen, die zu uns kommen, uns ihre Liebe bedingungslos schenken und die  eine Weile mit uns leben.

Danke mein liebes Zickchen für alles.....

Willkommen kleiner Welpe! Ja, ich liebe dich auch.

 

Das Leben geht weiter, ohne mein Zickchen; die anderen Tiere auf meinem Hof warten auf mich;  sie brauchen mich und wollen keine traurige Maria.

Komm kleiner Bursche, du bist zur Zeit der Jüngste auf dem Hof, unser Baby, wir machen einen kleinen Spaziergang und im Herzen kommt Rosi mit....

 

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Kommentare: 1
  • #1

    Maidi (Freitag, 18 September 2015 22:36)

    Ja, unsere Tiere machen uns reich, reich an Liebe und Glück. Ob sie eine Seele haben? Ich bin sicher.